Intermodellbau 2008

Vom 16. - 20. April fand die 30. Intermodellbau in Dortmund statt.

Rückblick:
MesselogoIn Dortmund wurde das größte europäische Modellangebot mit über 20.000 Einzelmodellen auf einer Ausstellungsfläche von 48.000 Quadratmetern in acht Hallen gezeigt: Flugzeuge, Hubschrauber, Eisen- und Straßenbahnen, Mini-Cars, Motorräder, Mini-Trucks, Dampfmaschinen, Heißluft-Ballons, Zeppeline, Schiffe, Boote, Polizei-, Feuerwehr- und Krankenfahrzeuge, Bagger, Baustellenfahrzeuge, Karussells – es gibt bis heute kaum ein Original, das auf der INTERMODELLBAU nicht als Modell zu sehen war. Anziehungspunkte waren, wie in jedem Jahr, die Flugvorführungen, ein 400 Quadratmeter großes Vorführbecken für Schiffsmodelle, die attraktiven Demonstrationsflächen für Mini-Trucks und Funktionsmodelle wie Bagger und Kräne und die Mini-Car-Rennbahn. An der INTERMODELLBAU beteiligten sich über 450 ausstellende Unternehmen und vier bundesweit tätige Modellbauverbände, die auch mit Ständen und Sonderschauen vertreten waren. An den fünf Messetagen kamen über 100.000 Besucher aus dem In- und Ausland nach  Dortmund.

Neues von der Intermodellbau 2008

Wie in jedem Jahr ist die Intermodellbau der erste Anlaufpunkt für Modellbahner nach der Nürnberger Spielwarenmesse. Da in Nürnberg nur Fachbesucher zugelassen sind, bietet die Intermodellbau erstmals in diesem Jahr auch dem Modellbahner die Möglichkeit, sich über die aktuellen Neuheiten zu informieren. Daher ist es selbstverständlich, daß alle namhaften Hersteller in die Dortmunder Westfalenhallen gekommen sind. Marktführer Märklin zeigt, daß sie auch in Spur I "groß" rauskommen. Die ehemalige "Königin der Schiene", die Baureihe 103, rollt in der Königsspur auf die Modellbahngleise. Dazu stellt Märklin die traditionelle HO-Schauanlage auf der Messe aus. Gleich nebenan der Stand von Märklin-"Kind" Trix. Hier steht eine Spur N-Anlage zur Schau. Ebenso wird hier für die Unterhaltung des Modellbahner Nachwuchses gesorgt. Mehrere Spielanlagen sorgen für Kurzweil. 
Wo wir gerade beim Nachwuchs sind: 2007 bauten Schüler der Theodor-Heuß-Schule Oelde, der Johann-Gutenberg-Schule Dülmen und der Gesamtschule Rheydt-Mülfort unter Federführung des MOBA Deutschland unter dem Motto "Mit HO gegen null Bock" eine HO-Anlage. In diesem Jahr waren Schüler aller drei Schulen wieder vor Ort, um unter dem neuen Motto "Modellbahn ist cool - Die Bahn heute in HO" eine neue Anlage zu bauen, und die Besucher konnten dabei zusehen, wie Stück für Stück die Anlage wuchs. Natürlich wurde jeder Baufortschritt von Schülern und Lehrern kritisch begutachtet. Wie zu erfahren war, soll das Projekt auch 2009 unter einem neuen Motto eine Fortsetzung finden.
Brawa bringt neben dem legendären Triebwagen BR 465 zahlreiche Neuheiten der Dampf-, Diesel- und Elektrotraktion.
Fleischmann, das im Vorfeld der Nürnberger Messe an die Modelleisenbahn GmbH verkauft wurde, zu der u.a. auch Roco gehört, brachte einige Neuheiten mit zur Messe,darunter das neue Steuergerät "Profi Boss". Das handliche Gerät bietet eine Fülle von Funktionen bei der Steuerung von Loks und Weichen und untersützt auch Sonder- und Soundfunktionen der Digitaldecoder. Expandiert hat Fleischmann auch auf dem Soundsektor. Viele Lokomotiven aus dem aktuellen Programm sind heute schon mit einem Sounddecoder ausgestattet. Dies sorgt für viel Abwechslung und vorbildlicher Geräuschentwicklung im Modellbahnzimmer.
Zubehörhersteller Auhagen sorgt mit dem Bahnhof Krakow und Stadthäusern mit Straßenbahntriebwagen für (N)Ostalgie. Die Traditionsmarke Faller wartet mit einem breiten Angebot auf. Von der Feuerwehr und Polizeiwache und dem Ausflugsdampfer war alles dabei. Natürlich durfte auch das Car-System nicht fehlen. Die flinken Autos flitzten in HO und N über die jeweiligen Demoanlagen und zeigten eindrucksvoll, welche vielfältigen Möglichkeiten das System bietet. Und wer auf dem nebenstehenden Diorama die Badefreuden der Modellfiguren betrachtet, der mag angesichts der niedrigen Außentemperaturen den Beginn des Sommers herbeisehnen.
Das Highlight der Intermodellbau zeigte jedoch Viessmann. Mit der neuen Digitalzentrale "Commander" stellten die Hatzfelder ein revolutionäres System vor. Der Commander erkennt alle Lokomotiven mit DCC- und Motorola-Decodern automatisch über das Programmiergleis und hat auch gleich das passende Lokfoto im Speicher. Es können bis zu 8 Lokomotiven im direkten Zugriff durch Antippen gefahren werden. Auf einem übersichtlichen Farbdisplay werden alle Informationen bereitgestellt, aber er kann noch viel mehr: über ein spezielles Signalmodul werden alle Signale und deren darstellbare Signalbilder automatisch erkannt. Der Commander ist zweifelsohne das Zukunftsgerät für die Modellbahn. Er ermöglicht vollautomatischen Betrieb nach Fahrplan, aber auch den traditionellen Handbetrieb. Eine echte Neuheit, denn der Commander wurde auf der Intermodellbau erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt.
Tillig zeigt in der "Spur der Mitte" TT als Neuheit den "Desiro" der unter den Augen der Besucher seine Runden drehte. Für alle Gartenbahnfreunde war LGBs Stand der Anlaufpunkt. Ein Hingucker war sicherlich die Beförderung des "LGB Teddys". Auch bei Lehmann scheut man nicht den Kontrast des Modernen mit dem "alten Eisen". Ein VW "New Beatle" wartet hier am Bahnübergang einen Dampfzug ab.
Aufmerksamkeit schenkten wir auch gerne den Austellungsanlagen zahlreicher Modellbahnclubs. Das Spur-0-Team Ruhr Lenne zeigt den Betrieb auf einer Industriebahn und das Modellbau Team Köln, das schon fester Bestandteil der Intermodellbau ist, präsentiert eine Berganlage mit tiefen Schluchten und Viadukten. Verläßt man die Berge, kann man Passanten beim Shoppen bei Edeka beobachten, in LGB natürlich. Beim weiteren Rundgang kann es passieren, daß der Besucher sich auf einem Monitor bei Märklin plötzlich wiedererkennt. Wer jetzt jedoch eine heimliche Videoüberwachung befürchtet, der sei beruhigt, es handelt sich doch nur um die Führerstandskamera einer Märklin Anlage. So läßt sich die Anlage mal aus der Sicht des "Modellokführers" betrachten. Ein Tip auch für die heimische Anlage. Apropos Heimanlage, für die Modellbauer stand natürlich auch wieder eine umfangreiche Palette an Werkzeug, Maschinen und Klebstoffen zur Auswahl. So ausgerüstet kann der Bastler zu Hause gleich die ein oder andere Anregung zu Hause in die Tat umsetzen

Fazit: Die Intermodellbau ist nach wie vor unangefochtene Nr. 1 nach der Nürnberger Spielwarenmesse. Dies wird auch durch die zahlreichen Besucher und Aussteller aus dem Ausland unterstrichen. Jeder kam wie immer auf seine Kosten. Der, der einfach nur Eisenbahn "spielen" will, sowie der Profi, und die sog. "Nietenzähler" waren an den Ständen stets gut beraten. Dennoch gilt wie in jedem Jahr, daß unser Bericht nur eine kleine Auswahl des gesamten Angebotes der Intermodellbau darstellen kann. Alle, die die Messe 2008 verpasst, oder Appetit bekommen haben, die Intermodellbau einmal selbst zu besuchen, sollten sich, wie auch alle Modellbauer, schon mal den Termin für die 31. Intermodellbau vormerken. Sie findet vom 22. - 26. April 2009 statt.


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Kontakt und Karten

Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH
Strobelallee 45
44139 Dortmund
Tel.: +49 (0) 231 / 12 04-521
Fax: + 49 (0) 231 / 12 04-678
Internet: www.intermodellbau.de
Karten: Ticket-Pool Westfalenhallen (inaktiv)

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