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Friesische Spezialität |
| Eine Fahrt mit der (Museums)Küstenbahn Ostfriesland |
| „Moin“, lautet der Gruß, der
sofort klärt, wir sind in Ostfriesland. Genauer gesagt in dem kleinen verschlafenen Städtchen Dornum.
Von hier aus startet die „Museumseisenbahn Küstenbahn Ostfriesland“
(MKO), die zwischen Dornum und Norden jeden Sonntag und bei zahlreichen
Sonderveranstal tungen zum Fahrbetrieb lädt. Wir stehen am Bahnsteig
inmitten von Eisen- bahnfans und Urlaubern, die schon mit Fotoapparaten bewaffnet, am Bahn damm stehen und warten. Kurz darauf fährt der Zug ein, gezogen von Lok 3 "Norden". In dichten Scharen drängen sich Leute aus dem Zug und wieder hinein, während die kleine Lokomotive umsetzt, um für die Rückfahrt wieder an der Zugspitze zu laufen. Kurz darauf ertönt der Pfiff des Schaffners, der Zug ruckt an. Unsere Fahrt wird uns durch die ostfriesische Landschaft in die Küstenstadt Norden führen. |
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Die heutige, 17
Kilometer lange, Museumsstrecke (KBS 12.399) besteht aus dem letzten Teilstück der alten, 29 km langen,
Bundesbahnstrecke Norden - Esens (KBS 218). Die Strecke, eine klassische Nebenbahn,
ereilte 1983 das gleiche Schicksal wie viele Nebenbahnen in Deutschland zu
dieser Zeit, der Personenverkehr wurde eingestellt. Lediglich vereinzelte
Güterzüge fuhren weiterhin. |
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| Der Zug hat Fahrt aufgenommen, im Bummelzugtempo ziehen Wiesen, Weiden und kleine Wälder vorbei. Während die Blicke links und rechts aus dem Fenster schweifen erreicht der Zug nach gut 10 Minuten Fahrt den ersten Haltepunkt, Westerende. Nach kurzem Halt geht es weiter. Aus dem Zug heraus kann man während der Fahrt einiges entdecken. „Schau mal da!“, ist häufig zu hören, wenn etwas Neues entdeckt wurde. „Die Fahrkarten, bitte“, unterbricht plötzlich eine Stimme die „Landschaftskunde“. Es ist der Fahrkartenkontrolleur, der seine Runde durch den Zug macht. Die Fahrkarten werden stilecht gelocht. | ||
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Auch für das leibliche
Wohl an Bord ist gesorgt. Der Zug führt einen
Buffetwagen mit, auf dessen offener Plattform man, bei einem kleinen
Imbiss, eine herrliche Aussicht genießen kann. Dann hält der Zug wieder.
„Hage!“, ruft der Schaffner. Es steigen noch ein paar Fahrgäste zu. Nach kurzem Aufenthalt
verläßt der Zug den historischen Marktflecken durch den Lütetsburger Wald in
Richtung Norden, das nach noch einmal 20 Minuten Fahrt erreicht wird. Einige der
Fahrgäste steigen aus, andere bleiben sitzen. Während die Lok im Bahnhof erneut
umsetzt, werden schnell noch ein paar Fotos geschossen, bevor es nach etwa 15 Minuten
Aufenthalt heißt: „Einsteigen!“, und der Zug die Rückreise nach Dornum antritt. Mit der
Rückankunft in Dornum endet eine beschauliche Reise durch die ostfriesische
Landschaft in einem Zug im Stileder 70er Jahre. Wer selbst einmal mit der MuseumsKüstenbahnOstfriesland fahren möchte, findet auf der Homepage des Vereins die nötigen Informationen: http://www.mkoev.de/
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![]() Andrang am Bahnsteign in Dornum ![]() Zustieg am Unterwegshalt Hage |
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