Der Rheingold

Ein europäischer Luxuszug

Im Oktober 1927 beschloß die europäische Fahrplan- und Wagenbereitstellungskonferenz in Prag die Einrichtung einer Tagesschnellverbindung zwischen Amsterdam / Hoek van Holland und Basel - die Geburtsstunde des "Rheingold". Namensgeber war der sagenhafte Nibelungenschatz. Am 15. Mai 1928 wurde die Verbindung zum erste  Mal aufgenommen. Ein besonderes Merkmal waren die äußerst auffälligen creme-blau lackierten "Wagen besonderer Bauart nach dem Pullman-System".
Tatsächlich boten die Wagen einen Komfort, der auch in der Nachkriegszeit bis heute nicht mehr erreicht wurde.

Die Glanzzeiten des Rheingold
Der Rheingold in seiner Glanzzeit

Je zwei Wagen mit und ohne Küche bildeten eine Einheit, der Reisende wurde an seinem Sitzplatz versorgt. Die Gestaltung der Innenräume ging auf die Entwürfe bedeutender Künstler und Architekten zurück, und das Platzangebot war phänomenal Auch technisch waren die insgesamt 26 Fahrzeuge und 3 Packwagen das Modernste, was die Eisenbahn zu bieten hatte. Zuglok war die Bayerische S 3/6 (DR BR. 18.4)

Die Zuglok des "Rheingold" BR 18.4
Die Maschinen der Br 18.4 (S 3/6) hatten
das Privileg, den Rheingold zu befördern

Der 2. Weltkrieg beendete die Karrierefahrt des "Rheingold". Im Herbst 1939 wurde der "Rheingold", das Flaggschiff der Deutschen Reichsbahn, eingestellt. Zwar überstanden die meisten Wagen die Kriegsjahre nahezu unversehrt, wurden aber in der Folgezeit nicht mehr eingesetzt.
Auch die Neuauflage des "Rheingold" bei der Deutschen Bundesbahn ,der von 1951 bis in die 80er Jahre fuhr, erreichte nie mehr den Luxus und die Eleganz der 30er Jahre.  In den späten 80er Jahren beschloß die Europäische Fahrplankonferenz die Abstellung sämtlicher TEE Züge, darunter auch den "Rheingold", da diese Züge angeblich nicht mehr in das neue modene InterCity-System paßten.
Am 30. Mai 1987, 59 Jahre und 15 Tage nach der ersten Fahrt des "Rheingold", fuhr der letzte als TEE 14 "Rheingold", bespannt von einer Maschine der Baureihe 103. Doch der Mythos ist bis heute erhalten geblieben

Der TEE "Rheingold"
Der neue Rheingold der Bundesbahn

Der letzte Rheingold
Der letzte Rheingold am 30.Mai 1987
in Köln HBF
(Quelle: EJ Sonderausgabe III/2000 S. 41)

 

 

Der Rheingold im Modell

Im Jahr 2002 erlebte der Rheingold eine Renaissance, wenn auch nur auf Modellbahngleisen. Die Firma Trix brachte
den exklusiven Zug in einer Zugpackung im Stile der 30er Jahre heraus.




Der Rheingold, wie er als Modell in Spur N von Trix 2002 aufgelegt wurde
(Bild: Trix Modelleisenbahn GmbH & Co. KG, Nürnberg)

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