Der Aufbau der zwölfstelligen UIC-Fahrzeugnummer

In den 60er Jahren gab es bei den Eisenbahnen Bemühungen die Fahrzeugbezeichnung zu vereinheitlichen. So entstand die bis heute gebräuchliche 12-stellige UIC-Nummer. Sie besteht aus fünf Nummerngruppen: ((UIC= Union Internationale des Chemins de Fer) Internationaler Eisenbahnverband)

Zur Erklärung wählen wir einen DB-Reisezugwagen
mit der Ordnungsnummer 50 80 31- 34 025-2

50

80

31 -

34

025 -

2

1. und 2. Ziffer

3. und 4. Ziffer

5. und 6. Ziffer

7. und 8. Ziffer

9. - 11. Ziffer

12. Ziffer

RIC Raster

76,61,51 RIC - Wagen
60, 50 Wagen ohne RIC


RIC: Regolamento Internazionale delle Carrozze, Internationales Eisenbahnabkommen.
Die RIC bestimmt, welche technischen Bedingungen ein Reisezugwagen erfüllen muß, um International eingesetzt werden zu können.

Landesziffer

10 VR
20 SZD
21 ALB
50 DR
51 PKP
52 BDZ
53 CFR
54 CSD
55 MAV
64 FNM
66 CIWL
70 BR
71 RENFE
72 JZ
73 CH
74 SJ
75 TCDD
76 NSB
80 DB
81 ÖBB
83 FS
84 NS
85 SBB/CFF/FFS
86 DSB
87 SNCF
88 SNCB
94 CP

Klasseneinteilung

und Funktion
(nur 5. Ziffer)

1 Sitzwagen 1. Kl.
2 Sitzwagen 2. Kl.
3 Sitzwagen 1./2. Kl.
4 Liegewagen 1./2. Kl.
5 Liegewagen 2. Kl.

Abteile
(nur 6. Ziffer)

0 Wagen mit 10 Abteilen
1 Wagen mit 11 Abteilen
2 Wagen mit 12 Abteilen
3 Wagen mit 3 Achsen
4 Wagen mit 2 Achsen
4 Liegewagen 1./2. Kl.
7 Wagen mit 7 oder 7 1/2 Abteilen
8 Wagen mit 8 oder 8 1/2 Abteilen
9 Wagen mit 9 Abteilen

Sonderbauart
(5. und 6. Ziffer)

60-69 Schlafwagen 1. Kl oder 1./2. Kl.
70-79 Schlafwagen 1. Kl,  2. Kl., 1./2. Kl
80 Sanitätswagen
81 Sitzwagen 1./2, Kl. mit Gepäckraum
81 Sitzwagen 1./2, Kl. mit Gepäckraum
84 Wagen 1.Kl mit Büffet
85 Wagen 2. Kl. mit Büffet
88 Speisewagen

Heizsystem

Bis
120 km/h

00

RE

RIC

 

10

RV + RE

RIC

 

08-09

RE

 

 

18-99

RV + RE

 

 

20-21

RV

 
 

29

RA

 

Bis 140 km/h

30

RE

RIC

 

40-41

RV + RE

RIC

 

50

RV + RE

RIC

 

38

RE

 

 

48

RV + RE

 

 

60

RV

 
 

69

RA

 

Bis 160 km/h

70

RE

RIC

  80-81 RV + RE RIC
  78-79 RE  
  88 RV + RE  
  89 RA  
Über 160 km/h 90 RE RIC
  98 RE  
RV: Dampfheizung
RE: Elektroheizung
RA: Eigenheizung

Laufende Ordnungsnummer
vom  000 - 999
Selbstkontrollziffer
Beispiel zur Berechnung, siehe unten.

 

Bei unserem Fahrzeug handelt es sich also um ein Wagen ohne RIC-Zulassung, der Eigentümer ist die DB. Das Fahrzeug ist ein Sitzwagen 1./2.Klasse mit 11 Abteilen und verfügt über Dampf- und Elektroheizung. Die Ordnungsnummer lautet 025 und die Selbstkontrollziffer ist die 2.

Die 12. Stelle der  UIC-Nummer, die sog. Selbstkontrollziffer, wurde im Rahmen der Einführung der EDV-Nummern  erforderlich. Sie dient zur Kontrolle, ob eine Fahrzeugnummer korrekt erfaßt und verarbeitet wurde. Da die Selbstkontrollziffer in einem einfachen rechnerischen Verfahren überprüft werden kann, läßt sich eine falsche UIC Nummer leicht feststellen. Im Folgenden wird die Berechnung der Selbstkontrollziffer einer UIC Nummer veranschaulicht.

 

Berechnung der Selbstkontrollziffer

Wir wählen wieder unser Fahzeug mit der Nummer 50 80 31- 34 025
und nehmen an, daß uns die Selbstkontrollziffer nicht bekannt ist.

Zuerst notieren wir die Fahrzeugnummer,

5

0

8

0

3

1

3

4

0

2

5

 

dann die Ziffern abwechselnd mit 2 und 1 multiplizieren.

x 2

x 1

x 2

x 1

x 2

x 1

x 2

x 1

x 2

x 1

x 2

 

Wir notieren die Produkte

10

0

16

0

6

1

6

4

0

2

10

 

und ziehen die Quersumme.

1+ 0

+ 0

+1+6

+ 0

+ 6

+ 1

+ 6

+ 4

+ 0

+ 2

+1 + 0

= 28

Nun ermitteln wir den nächsten vollen Zehner*. 

30

                     

Die Differenz  ergibt die Selbstkontrollziffer.

30

28 

  =  

 2

             

Die Selbstkontrollziffer lautet

2

                     

Die komplette Nummer lautet also: 50 80 31 - 34 025-2.

*  Ist das Ergebnis der Quersumme ein volles Zehner (z.B. 30) dann  gilt die 0 als Selbstkontrollziffer.

Für neue Triebfahrzeuge gilt seit 01.01.2007
das nationale Fahrzeugeinstellungsregister:

Erläutert am Beispiel der 185 285 mit der UIC Nummer
 91 80  6 185 285-4 D DB

9

1

80

6 185

285 -

4

D

DB

1. Ziffer

2. Ziffer

3. und 4. Ziffer

5.- 8. Ziffer

9 - 11. Ziffer

12. Ziffer

 

 

Immer die 9 für Selbstfahrendes Fahrzeug

Fahrzeugtyp

0 Dampflokomotive
1 Elektrolokomotive
2 Diesellokomotive
3 Kleinlokomotive
4 Elektrische Triebwagen
5 Akkutriebwagen
6 Dieseltriebwagen
7 Bahndienstfahrzeuge / Schienenbusse
8 Steuer- und Beiwagen zu 4 und 5
9 Steuer und Beiwagen zu 6 und 7

Landesziffer

10 VR
20 SZD
21 ALB
50 DR
51 PKP
52 BDZ
53 CFR
54 CSD
55 MAV
64 FNM
66 CIWL
70 BR
71 RENFE
72 JZ
73 CH
74 SJ
75 TCDD
76 NSB
80 DB
81 ÖBB
83 FS
84 NS
85 SBB/CFF/FFS
86 DSB
87 SNCF
88 SNCB
94 CP

Baureihe

Ordnungsnummer

Selbstkontrollziffer

Länderkennung Fahrzeughalter
Kennzeichnung
hier die Deutsche Bahn AG

Das alte, noch gültige, Nummerschema
Wir wählen als Beispiel die 103 115-2

1

03

115 -

2

6. Stelle

7. und 8. Stelle

9 - 11. Stelle

12. Stelle

Fahrzeugtyp

0 Dampflokomotive
1 Elektrolokomotive
2 Diesellokomotive
3 Kleinlokomotive
4 Elektrische Triebwagen
5 Akkutriebwagen
6 Dieseltriebwagen
7 Bahndienstfahrzeuge / Schienenbusse
8 Steuer- und Beiwagen zu 4 und 5
9 Steuer und Beiwagen zu 6 und 7

Baureihennummer
(Immer in Verbindung mit der 6. Stelle, also dem Fahrzeugtyp.)

Laufende Ordnungsnummer
000 - 999

Selbstkontrollziffer

 

Zur Verdeutlichung ein konkretes Beispiel: Wir berechnen die
Selbstkontrollziffer einer E-Lok der DB. Wir wählen die Lok 103 - 233

 Zunnächst die Fahrzeugnummer eingeben,

1

0

3

2

3

3

   

dann die Ziffern mit 1 und 2 multiplizieren

x 1

x 2

x 1

x 2

x 1

x 2

   

Die Produkte notieren,

1

0

3

4

3

6

 

 

und die Quersumme ziehen

1

+ 0

+ 3

+ 4

+ 3

+ 6

=

17

Die Differenz der Quersumme zum nächsten
vollen Zehner
ermitteln.

20

-

17

=

3

     

Das Ergebnis ist die Selbstkontrollziffer

3

             

Die komplette Fahrzeugnummer lautete also 103 233-3


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