Gewässergestaltung mit Wasserfall

Im Bereich der Modellanlage gibt es mehrere Möglichkeiten, ein Gewässer (Fluß, See, Kanal etc.) nachzuempfinden. Die Möglichkeit, mit Gießharz zu arbeiten, ist eine davon. Eine einfachere Alternative dazu ist die Verwendung von Modellwasser. Zunächst wird der Untergrund mit braunen und grünen Wachsmalstiften farblich behandelt. Von dem klischeehaften Blau für Wasser sollte man Abstand nehmen. Je nach Belieben gestaltet man nun den Gewässerboden mit Steinen und kleinen Gewächsen o.ä.. Um den Effekt echten Wassers nachzubilden, verwendet man Modellwasser der Fa. Busch (Art. Nr. 7589). Die weiße, zähflüssige Masse wird mit einem Pinsel auf der Oberfläche verteilt. Je nach gewünschter Tiefe des Gewässers muß dies in mehreren Schichten erfolgen. Dabei ist zu beachten, daß vor dem Auftragen einer neuen "Wasserschicht" die vorherige bereits durchgetrocknet ist. Das Modellwasser trocknet transparent auf und bildet eine realistische Wasseroberfläche. Für den Erdboden rund um den Teich wird Kaffepulver mit gelbem Streumaterial gemischt und mit wenig Wasser zu einer dickflüssigen Masse verrührt. Mit Weißleim wird diese Masse rund um den Teich aufgetragen. Die Trocknungszeit beträgt ca. 12 Stunden. Erst dann werden Uferpflanzen (Büsche, Schilf etc.) in den "Erdboden" gepflanzt und mit UHU fixiert. Danach widmet sich der Bastler dem Wasserfall. Um den Eindruck schäumenden Wassers zu erwecken, entfernt man zunächst die Watte von einem Wattestäbchen. Im Bereich des Wasserfalls wird nun mit dem Pinsel wieder etwas Modellwasser aufgetragen. Nun kürzt man die Wattefäden entsprechend und drückt sie in das noch feuchte Modellwasser. Hierbei gilt der alte Grundsatz: Weniger ist mehr. Zu dick aufgelegte Watte wirkt schnell unnatürlich. Wer will, kann einen Teil des Uferbereiches noch mit Sand ausgestalten, damit die Preiserlein sich im Sommer auch am Badesee die nötige Abkühlung holen können.

Nach der Grundierung mit
Wachsfarben erfolgt der
Auftrag des Modellwassers.
Wenn das Modellwasser ge-
trocknet ist, wird der "Erdboden"
aufgetragen.
Wattefäden stellen schäumendes
Wasser am Wasserfall dar. Steine
markieren den Uferbereich.
Wenn alles getrocknet ist, wird
das Buschwerk "gepflanzt".

 

Mit Sand am Ufer wird der Dorfsee
zum Badesee, an dem sich bald die
Preiserlein tummeln werden.

Die ersten Badegäste sind einge-
troffen und holen sich bei heißen Sommertemperaturen  die nötige Abkühlung.

  /th

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